Spiraldynamik

Starke Assymetrien und ein veränderter Gebrauch eines Gelenkes können sich biomechanisch auf benachbarte oder auch entfernt liegende Körperbereiche auswirken und dort Symptome provozieren. Zum Beispiel können Rückenschmerzen duch eine Fußfehlstellung bedingt sein.

Kurzfristig bringt die Behandlung des Rückens eine Verbesserung Ihrer Symptome, doch längerfristig muss der Körper von den Füßen weg wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die aktive Korrektur der Fußfehlstellung sowie weiterlaufend der Beinachse und der Beckenstellung ist in diesem Fall primäres Ziel der Therapie.

Dem Verstehen der anatomischen Verhältnisse sowie dem bewussten Wahrnehmen der Fehlstellung wird dabei eine große Bedeutung zugeschrieben. Auf diesem Weg erlernt der/die Betroffene die aktive Korrektur der Fehlstellungen und kann diese selbstständig und eigenverantwortlich in den Alltag integrieren.

Schritte zum Ziel:

  • Ausführliches Erstgespräch
  • Erhebung des körperlichen Zustands durch gezielte muskel- und gelenksdiagnostische Techniken und Beobachtung alltäglicher Bewegungen (Gehen, Laufen, Stiegensteigen, Bücken, …)
  • Wahrnehmungsförderung für abweichende Bewegungskoordination
  • Mobilisationstechniken und Kräftigungsübungen, um das Bewegen außerhalb des krank-machenden Musters zu ermöglichen
  • Reintegration des natürlichen Bewegungsverhaltens in Alltagsbewegungen und Sport

Spiraldynamik wird angewendet bei:

Diversen Krankheistbildern:

  • Fußfehlstellungen wie Knicksenkfuß, Spreizfuß, Hallux valgus
  • Beinachsenabweichungen wie X-Beine und O-Beine
  • Muskeldysbalancen der unteren Extremität oder der Schulter
  • Hinkmechanismen
  • Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk mit resultierender Überlastung der Lendenwirbelsäule
  • Skoliose und Haltungsschwächen wie Hohlkreutz und Rundrücken

Schmerzsyndromen:

  • Metatarsalgie oder Taubheit im Vorfußbereich
  • Tibiakantensyndrom, Achillodynie und Fersensporn
  • Chondropathia Patella, Tractus Iliotibialis Friktionssyndrom
  • Arthrosen in Hüft-, Knie- und Schultergelenken
  • Rückenschmerzen und Nackenschmerzen
  • Impingement und resultierende Schulterverkalkungen und Sehnenrisse